7 Irrtümer über Scotch Whisky

 

Geschmack und Farbe von Scotch Whisky kommen vom torfigen Wasser.

Tatsächlich tragen in Schottland viele Wasserläufe bernsteinfarbenes Wasser. Dies, weil das Wasser durch torfige Erde fließt. Allerdings hat diese Eigenschaft des Wassers keinerlei Einfluss auf den Geschmack von Whisky. Lediglich die mineralische Zusammensetzung des Wassers beeinflusst den späteren Whisky geschmacklich.

 

Salzige Noten die sich oft in rauchigen Whiskys finden kommen von der Seeluft, weil die produzierenden Destillerien meist auf Inseln liegen.

Bei rauchigen Whiskys wird das Malz unter Torffeuer gedarrt. Der meist auf den Inseln gestochene Torf ist durch verrottende Algen entstanden. Diese tragen Meerwasser und damit Salz. Daher kommt das Salz durch das Darren in den späteren Whiskys. Auch wenn einige Destillerien auf den Inseln bei Besucherführungen gerne erzählen, dass die Nähe zur Seeluft den Geschmack des Whiskys beeinflusst, so muss man jedoch wissen, dass die überwiegende Menge des Whiskys dieser Destillerien aus Platz- und Sicherheitsgründen auf dem Festland gelagert wird.

 

In Schottland wird hauptsächlich Malt Whisky produziert.

Auch wenn es aktuell über 100 Malt Distilleries und nur 7 Grain Distilleries in Schottland gibt, so produzieren doch die sieben industriellen Grain Distilleries etwa fünfzig Prozent mehr Grainwhisky als alle rund 100 Malt Distilleries zusammen an Malt produzieren. Wenn man bedenkt, dass 90% aller Whiskys blended Whiskys sind und diese meist überwiegend Grain enthalten, macht die Mengenverteilung auch Sinn.

 

Ein schottischer „Dram“ entspricht einem Schnappsglas Whisky.

In Deutschland ist das festgelegt Maß für einen „Schnaps“ 2cl. Dies haben z.B. Wirte beim Ausschank und bei der Erstellung ihrer Getränkekarten zu beachten. In Großbritannien sind dies jedoch 2,5cl. Bevor die Briten das metrische System einführten wurde in Schottland üblicherweise ein Achtel einer Unze ausgeschenkt. Der sogenannte Dram. Dies entsprach rund 3,55cl. Heute ist dies nicht mehr erlaubt, weshalb im Jahr 2014 das Spirit of Speyside Whiskyfestival die Aktion „save our dram“ initiierte um das gute alte Maß eines Dram zu erhalten. 2cl sind aber auch wirklich wenig ….

 

Die Brennblasen der schottischen Malt Distileries sind nur aus traditionellen Gründen aus Kufper.

Tatsächlich sind die Kupferbrennblasen in Schottland für die Herstellung von Malt verpflichtend. Durch den Kontakt der Alkoholdämpfe mit dem Kupfer entstehen in Reaktion mit dem Kupfer Geschmacksstoffe die wir später im fertigen Whisky meist als zitrusfruchtige oder fruchtige Noten interpretieren.

 

Nach dem Maischen und dem Abschöpfen der obergärigen Hefe, kann man das bei der Whiskyherstellung entstandene „Bier“ genauso trinken wie Kölsch.

Zunächst ist dies anzunehmen, unter Berücksichtigung, dass zum einen der Alkoholgehalt etwa doppelt so hoch ist und zum anderen der geschmackbringende Hopfen noch fehlt. Danach sollte jedoch bedacht werden, dass die bei der Whiskyherstellung verwendeten Hefen sich von denen bei der Bierherstellung unterscheiden. Dies wird jeder Mutige, der ein Glas des Whisky wash genießt schnell merken und schleunigst des Ort aufsuchen den auch Könige nicht meiden. Und dies ist garantiert!

 

Die Schotten trinken den meisten Whisky selbst!

In Schottland lagern rund 20 Millionen Fässer mit Whisky. Dies wären rund 4 Fässer pro Einwohner. Bei meist 250 bzw. 500 Litern Füllmenge ergäbe dies rund 6000 Liter pro Einwohner und somit 80 Liter pro Tag bei durchschnittlicher Lebenserwartung. Der meiste Whisky wird exportiert. In die EU, die USA, und den Rest der Welt.

 


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