Die unbekannten Destillerien Schottlands:

 

Derzeit finden sich in Schottland rund 110 Destillerien für Whisky. Manche älter als 200 Jahre wie z.B. Glenturret von 1775, andere gerade erst mal 3 Jahre alt, wie z.B. Wolfburn. Nicht mitgerechnet sind die vielen Destillerien die geschlossen wurden, von denen es aber teilweise noch Whisky zu kaufen gibt. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es so viele Whisky Destillerien. Viele Destillerienamen sind allgemein bekannt wie z.B. Glenfiddich, Glenlivet oder Aberlour um ein paar große Player zu nennen. Andere sind zumindest den Liebhabern bekannt wie z.B. Lagavulin oder Balvenie, weil Sie seit Jahren bekannte Klassiker auf den Markt bringen. Aber nicht alle Destillerien sind mit einem Single Malt auf dem Markt. Und dies obwohl die nicht selten einen ausgezeichneten Malt produzieren. Aber immer noch liegt der Marktanteil von Blended Whisky bei rund 90%. Also dem Verschnitt vieler Whiskys. Daraus ergibt sich, dass die großen Whiskykonzerne ihr Geld vornehmlich mit den bekannten Blended Marken verdienen. Wie z.B. Johnnie Walker, Chivas Regal oder Ballntine’s. Und dafür wird Rohstoff benötigt. In einem ca. 150,00 Euro teuren Blue Label muss dann auch der Ein oder Andere hochwertige Malt drinstecken. Wobei die Zusammensetzung in der Regel wie das Rezept von Coca Cola gehütet wird. Leider gehen damit viele erstklassische Single Malts in einem Gemisch aus 30-50 Whiskys unter und schließlich am Verbraucher vorbei. Fast vorbei, wenn man die Einzelfassabfüllungen vieler renommierter Unabhängiger Abfüller berücksichtigt. Man könnte nun natürlich auf die Blended Industrie schimpfen, dass diese uns so machen Malt als puren Genuss vorenthält. Andererseits müssen wir uns auch im Klaren sein, dass eine Menge von über 100 Destillerien in Schottland nicht mehr existieren würden, wenn diese ausschließlich von Single Malts leben müssten. Daher sollte man öfter mal nach Einzelfassabfüllungen unbekannter Destillerien Ausschau halten.

 

Diese drei Malt Destillerien ohne eigene Abfüllung halte ich für besonders Beachtenswert:

 

Auchroisk

Wurde anfang der 70er von Diageo für die Herstellung von Blended Whisky gebaut. Schnell merkte Diageo, dass der Whisky von hervorragender Qualität ist und entschied sich dann doch für eine Originalabfüllung unter dem Namen „Singleton of Auchroisk“ Singleton war einprägsamer als der schwere gälische Name. Korrekt ausgesprochen: „Ath-rask“. In späteren Jahren wurde dann der gute Name „Singleton“ für Glen Ord und heute für Dufftown verwendet. Seit dem bekommt man Auchroisk Single Malt nur noch als Unabhängige Abüllung oder aus der abgekündigten „Flora&Fauna“ Serie. Sehr weiches Wasser aus eigener Quelle und besonders große Pot Stills zeichnen u.a. verantwortlich für den besonders weichen sehr fruchtigen und leicht süßen Whisky.

 

Braeval

Ebenfalls in der Boomzeit der 70er gebaut ist die am höchsten gelegene Destillerie Schottlands und gleichzeitig Nachbar und, seit der Übernahme durch Pernod Ricard, kleine Schwester der mächtigen Glenlivet Distillery. Zunächst unter dem Namen „Braes of Glenlivet“ betrieben. Der heutige Name Braeval leitet sich von der Lage an einem Steilufer des Flusses Livet ab und wurde gewählt um die Markenrechte von „The Glenlivet“ zu schützen. Der Malt ist recht süß, manchmal schokoladig, Honigartig und mit leicht floralem Charakter.

 

Inchgower

Die Destillerie liegt an der Mündung des Spey unweit des Fischerortes Buckie. Gebaut 1871 kurz nach dem 1865 erstmals der Blenden per Gesetz erlaubt wurde. Einer der wichtigen Ingredienzien von Johnnie Walker und Bells. Einerseits findet man im Single Malt die typisch süßen und blumigen Noten der Speyside, andererseits jedoch auch eine feine Trockenheit und Salzigkeit. In Summe macht dies den Inchgower zu etwas ganz Besonderem.

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